AlexanderVeit, August 22nd, 2010 Präsens
Sie finden hier Texte und Beobachtungen aller Art zu unserer körperlichen Existenz, ebenso finden Sie meine Aktivitäten, Seminar-Termine und Schulungsangebote zum Thema Körper, Ausdruck, verbale und nonverbale Kommunikation.
Ebenso finden sie hier alles was in meinem Bühnenhandwerk entsteht in Theorie oder in realisierter Form: Inszenierungen, Theaterstücke und Performance-Arbeiten.
Sie haben die Möglichkeit die Themen zu kommentieren, zu ergänzen und mir Mitteilungen zu schreiben! Ich freue mich darauf!
AlexanderVeit, Juli 15th, 2011
Am am 16. März 2012 startet die nächste Weiterbildungsgruppe „Systemische Beratung: Schwerpunkt Organisationsberatung“ am ISBB und richtet sich an Berater und Führungskräfte. Der Info-/Auswahltag dazu ist am 03.03.2012
Die Kursbegleitung erfolgt durch Marion Schenk und Alexander Veit
Das Curriculum wurde überarbeitet, manche Inhalte wurden angepasst bzw. verändert und Bewährtes natürlich beibehalten. Wir freuen uns, wenn Sie das Programm auch an interessierte Kollegen/innen weitergeben. Schauen Sie doch auch mal rein:
AlexanderVeit, Mai 30th, 2011 Veränderung
Heute gehe ich nicht linksherum, dann die Treppe herunter wie gewohnt, sondern ich verlasse das Haus, indem ich die Treppe hinaufsteige und durch eine Dachluke schlüpfe. Ich setze mich in die Regenrinne und warte auf genügende Regen, der mich in die Kanalisation spült. Dort gehe ich zum Bootsverleih und sichere mir auf unbestimmte Zeit ein Boot. Mit diesem Boot erkunde ich meine Kanäle. Alle machen sich Sorgen. (Albert Kobold)
AlexanderVeit, Mai 30th, 2011

Die Landschaft im Fahrzeug wäre doch eine Alternative. Und das Wohnzimmer draußen! Wieviele Flugzeuge da täglich im Fahrzeug starten und landen würden. Nicht mehr schlafen könnt man mehr in seiner Landschaft, da müßte man doch glatt nach draußen zum Schlafen gehen.
Photo: Fahrbares Gehäuse, ein Fenster offen, Schliersee, 2010
AlexanderVeit, November 18th, 2010 Wenn Sie sich von einem Menschen verabschieden: gehen Sie drei oder vier Schritte, stoppen Sie (gedanklicher Boxenstopp),drehen Sie sich um, gehen Sie zwei oder drei Schritte zurück und äußern Sie daraufhin Sätze die mit “Was ich noch sagen wollte…”oder “Da fällt mir noch ein…” oder “Was wollte ich eigentlich…?” beginnen. Ähnlich dem “P.S.” in Briefen, die man sich früher mal schrieb.
Wirkung: positiv.
AlexanderVeit, November 18th, 2010 Neue Erfahrung. Sie (männlich) fahren an eine Tanksäule und sehen in der Zapfsäulen-Nachbarschaft eine Dame, damit beschäftigt den Wagen mit Benzin zu befüllen. Sie gehen zu ihr hin und fragen sie höflich, ob sie Ihnen behilflich sein könnte, Sie wüssten nicht wie das mit dem Tankdeckel, Tankeinfüllstutzen und überhaupt mit dem Betanken funktioniere. Das mache Sie immer so hilflos. Achten Sie auf die Reaktion. Hüten Sie sich vor Klischees.
Wirkung: erhellend.
AlexanderVeit, Oktober 11th, 2010 Berlin, Schönhauser Allee, vor dem Eingang der Filiale der Stadtsparkasse: ein augenscheinlich obdachloser Mensch mit einer Publikation für augenscheinlich obdachlose Menschen (man weiss ja nichts) steht vor dem Eingang zu dem Raum, der mit vielen Geldautomaten bestückt ist. Menschen gehen hinein und hinaus, an ihm vorbei und heben Geld ab. Er, einem Wächter gleich, gibt ein Bild ab, auch deshalb, weil er nicht versucht irgendjemandem seine Zeitung aufzudrängen, vielmehr gibt ein sich seinem bitter-verzweifeltem Halb-Schlaf im Stehen hin.
Der schlafenden Wächter mit Papier vor einem Feld der Automaten voller wertvoller Papiere.
AlexanderVeit, Oktober 4th, 2010 Zum Phänomen Blickdauer und Ansehen. Kulturbedingt gibt es eine bestimmte erlaubte Zeit zum Betrachten anderer Menschen an Arbeitsplätzen, in Fussgängerzonen, Cafés und öffentlichen Räumen. Das Hinschauen und das Ignorieren ist ein Lernvorgang, der durchaus ein ganzes Leben dauern kann. Nicht zu lang, nicht zu kurz. Der Vorgang des Betrachtens ist proaktiv, im Gegensatz zum sich Betrachten-lassen auf Laufstegen, vor Kameras und Firmenfeiern. Coole Geste: sich in einer Ausstellungseröffnung keine Bilder ansehen, sondern die Räumlichkeiten taxieren. Kurze Sinnsätze Rilkes vor sich hinmurmeln. Empfohlen.
AlexanderVeit, Oktober 4th, 2010 Mit dem Begriff Gesten beschreibe ich aktuelle Bewegungen, die es ermöglichen sich in sozialen Systemen anschlussfähig zu halten. Darunter fallen beispielsweise sogenannte “coole Gesten” (selbststärkend) , ebenso “finale Gesten” (irreversibel) “Grenzgesten” (bringen uns neue Erfahrungen), “elitäre Gesten” (häufig).
Kriterium: Gesten stützen sich auf gewagte Konstruktionen.
Finale Geste im Juli 2011:
Ohne Anhörung des vermeintlich Schuldigen (VS) in einer Misere (Arbeitslosigkeit) bellt man angesichts einer ausgestreckten Hand des VS , die zum Gruß gereicht wird: “Dir nicht, nein Dir nicht!” Rhythmisch, nicht ohne Poesie: “Dir nicht, nein, Dir nicht!” - Der Bellende läuft weiter seines Wegs und skandiert, dem Operngesang nahe, weiterhin einfallsreich in verschiedenen Tonhöhen: Nein – nein – nein … In Europa eine der höchsten Beleidigungsstufen (BS 9): ausgestreckte Hand zum Gruß nicht annehmen. Finale Wirkung.
(Photo: Tisch für Gebetbücher, Cevennen 2006)
AlexanderVeit, Oktober 4th, 2010 Der ältere Mann in aufheiternd bunter Kleidung an der Fussgängerampel. Von links naht mit hoher Geschwindigkeit ein schreiender Krankenwagen, alle Fussgänger bleiben bei grüner Ampel stehen, warten ab. Bunter Mann jedoch betritt in gelassener Art die Strasse und quert dieselbe kurz vor dem Einsatzkommando.
Finale Geste: man lasse sich von einem heulenden Krankenwagen überfahren, während die Fussgängerampel grün zeigt. Nicht empfohlen.
AlexanderVeit, September 28th, 2010 Hier finden Sie meine offenen Seminartermine, zu denen Sie sich bei den jeweiligen Veranstaltern anmelden können.
03.März 2011 in Berlin, Auswahlworkshop zur Weiterbildung “Systemische Beratung” in der Organisationsberatung, Berlin, www.isbb.org Tel.: 030 417167 – 90 mail[ at ]isbb.org
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